Vor dem Spiel gegen Kappelrodeck erreichte die Eisvögel eine freudige Nachricht: Mannschaftskapitän Florian Zindler wurde wenige Stunden vor Spielbeginn Vater eines kleinen Volleyballers und konnte deswegen verständlicherweise nicht auf dem Feld stehen. Das ganze Team wünscht Tine, Flo und dem kleinen Samuel an dieser Stelle alles Gute und einen tollen Start ins Leben als Familie.

Selbstverständlich waren alle Spieler topmotiviert, um als erstes kleines Geschenk drei Punkte überreichen zu können. Leider misslang der Start ins Spiel gründlich, die Annahme der VSG wackelte bereits früh im Spiel und in der Folge gelang es auch im Angriff nicht, die nötige Durchschlagskraft zu entwickeln, um Block und Abwehr des TVK zu überwinden. Die Eisvögel kamen mit 7:9 ins Hintertreffen und auch im weiteren Satzverlauf gelang es nicht, auch nur annähernd die Initiative zu ergreifen. Die Spieler des TVK hingegen, die anscheinend immer pünktlich zu Spielen gegen die VSG in guter Form sind, spielten ihre Führung routiniert herunter und ließen trotz der zum Satzende aufflammenden Gegenwehr die VSG nicht weiter als 20:25 herankommen.

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs wollte aufseiten der VSG wenig gelingen. Die Annahme konnte nicht stabilisiert werden und bei 3:8 nahm Coach Franz Steiner eine taktische Umstellung vor und zog damit die einzig mögliche Option, die Aufstellung grundlegend zu ändern. Mit nunmehr zwei Zuspielern auf dem Feld sollte der Angriffsdruck erhöht werden, um Kappelrodeck vor Probleme zu stellen. Durch eine Serie von Blocks konnte das Heimteam zwar zur Satzmitte etwas Boden gut machen, anschließend folgte aber wieder eine Serie von eigenen Ungenauigkeiten und Fehlern der VSG, die dem TVK erneut ohne großen eigenen Aufwand einen komfortablen Vorsprung verschaffte. Die sehr großzügige Techniklinie der Schiedsrichterin war keinesfalls spielentscheidend, trug aber einen großen Teil zur Frustration auf Kleinsteinbacher Seite bei. Satz zwei ging zwar knapper, aber trotzdem relativ unbedrängt mit 22:25 ebenfalls nach Kappelrodeck.

Mit dem Anspruch, nochmals alles gegen die drohende Niederlage zu stemmen, gingen die Eisvögel in den dritten Satz. Über weite Strecken des Satzes wurde der Anschluss an Kappelrodeck gehalten, kam man aber nie näher als auf ein bis zwei Punkte heran. Konnte das Fehlen eines Liberos in den letzten Spielen immer durch eine geschlossene Mannschaftsleistung kompensiert werden, funktionierte das dieses Mal über den ganzen Spielverlauf nur sehr eingeschränkt. Der Gegner spielte gezielt die Schnittstellen der Annahme an, dadurch war der komplette Annahmeriegel dauerhaft eher um Schadensbegrenzung, als um eine gezielte Annahme bemüht. Über die komplette Spieldauer kam das Team nie an die Leistungsgrenze und musste folgerichtig auch den dritten Satz und damit das Spiel mit 22:25 und 0:3 gegen ein starkes Kappelrodecker Team verloren geben.

Bereits bis zum nächsten Wochenende muss diese herbe Niederlage aufgearbeitet und verdaut werden, um beim Tabellenletzten FT Freiburg 3 wieder einen Sieg einzufahren.

(AJ)