Unter diesem Motto wurde der letzte Heimspieltag dieses Jahres der Herren 3 angekündigt und als hätte Karsten bereits am Donnerstag die Ergebnisse in seiner Kristallkugel gesehen, so hat er doch etwas geschielt. Aber eins nach dem anderen.

Am Sonntagmorgen empfing man in der heimischen Pfinztalhalle die Teams von der TS Durlach und dem PS Karlsruhe. Mit großer Motivation ging es in die Partie gegen Durlach. Da nach dem Sieg im Hinspiel und der Tabellenposition von Durlach ein Pflichtsieg veranschlagt worden war. Die VSG befand sich erstmals diese Saison in einer Favoritenrolle.
Dies spiegelte sich auch in Satz 1 wieder, welcher durch starke Angaben von D. Nagel und T. L. Lambrecht sowie einer guten Gesamtleistung schnell mit 25:11 für die VSG entschieden werden konnte. Besonders zu erwähnen: keine Aufschlagsfehler seitens der VSG!
Satz 2 war dann das absolute Gegenteil, die junge VSG Mannschaft brach völlig ein. Annahme schlecht, über den Angriff wollen wir hier gar nicht reden und mit der 100% Aufschlagquote aus Satz 1 war es auch wieder schnell dahin. So stand es nach kurzer Zeit 7:1 für die Gäste und Trainerin C. Müller musste ihre erste Auszeit nutzen um die Jungs aus dem Tiefschlaf zu holen.
Dies gelang ihr auch und die VSG konnte den Rückstand Stück für Stück aufholen, als dann Mannschaftskapitän M. Reichenbacher seine clever gepritschten Bälle gezielt im gegnerischen Feld unterbringen konnte und es 18:18 stand, war wieder alles offen. D. Nagel konnte mit guten Angaben sogar auf 21:19 erhöhen, bevor eine zu riskante Spielweise, missratene Stellertricks und ein Besuch des Sandmännchens den Satz doch noch für die Gäste aus Durlach entschieden (22:25).
In den dritten Satz startete man in einer ungewohnten aber nicht ganz neuen Aufstellung. N. Ludwig, der in Satz 2 einen Ball aufs Auge bekam, pausierte und machte die Zuspielposition für D. Nagel frei, welcher nun zusammen mit F. Brenk die Angreifer bedienen durfte. Dies gelang den beiden durch die überragenden Annahmen um Libero N. Mannsdörfer auch und so konnten Mittelangreifer M. Ludwig und M. Popp über Außen ihre Bälle im Feld der Durlacher versenken.
Auch die beiden Auszeiten (15:9 & 20:13) der Gegner konnte die VSG diesmal nicht aus dem Rhythmus bringen und Satz 3 ging mit 25:21 an die Hausherren.
Zum vierten Satz bleibt nicht mehr viel zu sagen, es lief ähnlich wie in Satz 3, nur etwas durchwachsener.
25:23 und somit 3:1 für die VSG.

Nach einer nur kurzen Erholungspause ging es nun gegen den PS Karlsruhe in das zweite Spiel.
Zwar gepusht vom Sieg wusste man dennoch, dass es dieses Mal nicht so leicht werden würde.
Die Volleyballer aus der Karlsruher Südstadt setzten die VSG Annahme mit starken Angaben unter Druck und so musste Interimscoach N. Woodley, der für C. Müller eingesprungen war, da diese zu ihrem eigenen Spiel nach Bohlingen reisen musste, die erste Auszeit nehmen (7:11).
Mit deutlichen Worten überzeugte er die Jungs davon, dass sie das eigentlich deutlich besser können und tatsächlich konnten die angesprochenen Fähigkeiten abgerufen und eingesetzt werden.
Dann wurde es plötzlich wieder hektisch in der eigenen Feldhälfte und wie immer, wenn es bei den Herren 3 hektisch wird, ließ man durch schlechte Absprachen den Gegner punkten (15:18). Doch was die Jungs sonst meist den Satz kostete, war so plötzlich wie es kam auch wieder verschwunden und ein regelrechtes Motivationshoch erfüllte die Hallenhälfte der VSG. M. Ludwig konnte die Karlsruher mit starken Angaben unter Druck setzen, Mittelblocker D. Nagel, der nach der Rückkehr von N. Ludwig wieder auf seine vorherige Position kam, ließ den gegnerischen Angreifern kein Durchkommen mehr.
N. Mannsdörfer, T. L. Lambrecht und auch Zuspieler F. Brenk glänzten in der Annahme, so dass es den beiden Angreifern M. Ludwig und M. Popp nicht schwer fiel die perfekt gestellten Bälle in Punkte zu verwandeln. Doch zum Schluss war es wieder D. Nagel der beim inzwischen 24:19 den Hammer auspackte und den Ball ins Feld des Gegners prügelte.
Der PSK war in Satz 2 zu Beginn wieder deutlich besser und die VSG befand sich mit Kommunikationsschwierigkeiten in der Verfolgerrolle (4:8).
Nachdem die Karlsruher dann aber doch keine Lust mehr hatten 100% zu geben und Coach Woodley einen Weg fand ihren besten Mittelangreifer mit besser gestellten Blocks nach und nach aus dem Spiel zu nehmen, wendete sich das Blatt. Zwar musste man noch eine Phase durchschreiten in der beide Teams nicht besonders gut aussahen, doch aus dieser entkam die VSG deutlich besser, konnte das Spiel drehen und mit 25:19 für sich entscheiden.
Der dritte Satz begann für die Herren 3 wesentlich konzentrierter und man konnte sich mit 8:4 erst einmal absetzten. Eine starke Teamleistung, dunkle Blocks und zahlreiche Eigenfehler des Gegners brachten die VSG weiter in Führung (12:6).
Weiter möchte ich E. Thoma zitieren, der die Berichterstattung des vereinseigenen Live-Tickers übernommen hatte:
„M. Ludwig schraubt sich in ungeahnte Höhen und stopft das Ding rein“,
„T. L. Lambrecht mit dem grandiosen 3 Meter Angriff zum 15:9“,
„Traumhafte Kombination der Ludwigsbrüder. Mit maximaler Rotation beim Gegner versenkt“, „Reichenbacher im Block, jetzt wird’s gefährlich. Noch ein Punkt zum Sieg“
„Aus, aus, das Spiel ist aus!!! Knüppelharter Aufschlag ins Netz des verunsicherten Gegners“.

So endete der starke Satz 3 mit 25:18. Die Herren 3 beschenkten sich pünktlich zum Weihnachtsfest mit 6 Punkten und klettern die Tabelle zwei Plätze nach oben auf Rang 5.

H3Sieger

Besonderer Dank gilt Coach Neil Woodley, Etienne Thoma (Leiter Pöbelabteilung und Liveberichterstattung) sowie Notizschreiber Benedikt Brenk und dem treusten Fan bei Heim- und Auswärtsspielen Seraphina Weber.

Für die VSG spielten und siegten:
Nick Mannsdörfer, Daniel Nagel, Marcel Popp, Tim Luca Lambrecht, Nicolas Ludwig, Frederik Brenk, Marcel Ludwig und Marcus Reichenbacher.
Unter hervorragender Leitung von Trainerin Christine Müller und Neil Woodley.

(MR)