Mit dem Vorsatz, sich weiter vom Tabellenende zu distanzieren, startete die VSG H1 in das erwartet schwere Auswärtsspiel bei der SG Heidelberg. Vom Anpfiff weg entwickelte sich ein umkämpftes Spiel, die VSG etablierte aus einer guten Annahme schnell den Angriff über die Mitten Christoph Goy und Samuel Schöner und kam darüber zu einfachen Punktgewinnen. Die Hausherren ihrerseits hielten mit einem hervorragend positionierten und hohen Block dagegen, gegen den oft nur kreative Angriffslösungen zum Erfolg führten. In der Crunchtime hatte die VSG bei 22:20 den entscheidenden Vorsprung herausgespielt und ließ mit drei im ersten Angriffsversuch verwandelten Sideouts den Heidelbergern keine Chance zur Aufholjagd (25:23). 

Eisvögel verabschieden sich kurzzeitig aus der Partie

Satz zwei begann wie häufig in dieser Saison mit einer Phase, in der sich die VSG-Annahme vorübergehend komplett aus dem Spielgeschehen verabschiedete. 3:7 und 7:17 Rückstände ließen wenig Zweifel daran aufkommen, dass Heidelberg zum Satzausgleich kam, auch wenn sich das Team zum Satzende nochmal fing und einige Punkte gutmachen konnte (19:25). 

Unbeeindruckt vom Geschehen im zurückliegenden Satz fand die VSG H1 in Durchgang 3 wieder zurück zu bereits gezeigten Tugenden und glänzte mit einigen spektakulären Abwehraktionen durch Kai Anselment und Ludwig Kästel. Zwischenzeitlich mit 15:18 im Hintertreffen, gingen die Eisvögel bei 20:19 wieder in Führung und hatten bei 24:22 den möglichen Punktgewinn fest in der eigenen Hand. Im entscheidenden Moment gelang es der SGH allerdings, die entscheidenden Akzente im Block zu setzen und den Satz noch zu drehen – 25:27. 

Der VSG gelingt der Satzausgleich

Abermals ließ sich das VSG-Team nicht vom erlittenen Tiefschlag beeindrucken, Daniel Morlock punktete variantenreich über die Diagonalposition und auch ein 14:16 Rückstand wurde hochkonzentriert zum 20:19 umgedreht. Bei 22:21 kam der bereits seit Spielbeginn überragend aufschlagende Etienne Thoma erneut an die Grundlinie und zwang die Heidelberger in schwierige Situationen, die die Eisvögel eiskalt ausnutzten, um den Satzausgleich herzustellen (25:22).

Der entscheidende fünfte Satz setzte konsequent das hart umkämpfte Spiel der vorangegangenen Spielzeit fort, beide Teams spielten sich wechselseitig in Führung, mit 10:10 ging es absolut ausgeglichen einer Entscheidung entgegen. Den finalen Impuls setzte wieder Etienne Thoma von der Aufschlaglinie, der die Heidelberger Annahmeformation mit mehreren Assen auseinandernahm (15:11) und den Sieg sicherte.

Mit enorm wichtigen Punkten gegen ein Team aus der oberen Tabellenhälfte klettern die Eisvögel auf Platz 5, bevor es bereits am Donnerstag um 20 Uhr in der Hagwaldhalle zum Nachholspiel gegen die SG Sinsheim/Helmstadt kommt. Mit der gezeigten Leistung und der Erkenntnis, dass durch die Einwechselspieler jederzeit wichtige Impulse aufs Spielfeld gebracht werden können, wollen die VSG-H1 an den Sinsheimern auf Platz 4 vorbeiziehen.

(AJ)