Eine Woche nach der bitteren Fünf-Satz-Niederlage gegen Mannheim zogen die Eisvögel einmal mehr weit in den Süden Badens, um in Konstanz Punkte einzusammeln und den Weg aus dem Tabellenkeller anzutreten.

Der Auftakt des Spiels verlief noch etwas holprig und die solide spielenden Hausherren konnten sich von der VSG im Satzverlauf Punkt für Punkt distanzieren. Bei 18:22 bäumten sich die Eisvögel jedoch noch einmal auf, druckvolle Aufschläge brachten die Konstanzer Annahmeformation ins Schwimmen und Block und Abwehr agierten fehlerlos und präzise. Auch zwei Auszeiten des Konstanzer Trainers zeigten keine Wirkung und der fast verlorene Satz ging doch noch an die VSG (25:22).

Das Heimteam präsentierte sich daraufhin merklich verunsichert, was die VSG sofort zu ihrem Vorteil nutzen konnte und sich eine 9:4-Führung erspielte. Anschließend schlichen sich jedoch wieder kleinere Ungenauigkeiten ins Kleinsteinbacher Spiel, was wiederum den Gegner ins Spiel brachte und auf 18:15 davonziehen ließ. Es entwickelte sich das bereits aus dem bisherigen Saisonverlauf bekannte Muster der Eisvögel, den Gegner zuerst in Führung gehen zu lassen, um danach auf wenige Punkte aufzuholen und den Anschluss durch Unkonzentriertheiten erneut zu verdaddeln. Folgerichtig blieben sowohl Satz zwei und 3 als auch der damit verbundene erste Punkt am Bodensee (21:25, 21:25).

Mit Kampfeswillen ging es in den vierten Satz

Das stetige Auf und Ab der eigenen Leistung hatte bereits in einigen Spielen auf die Moral und den Kampfeswillen der Eisvögel gedrückt, aber dieses Mal verdaute das Team die Rückschläge und ging angefeuert durch die lautstarke Bank in den vierten Satz. Die Annahme der VSG wurde wieder präzise, was Etienne Thoma im Zuspiel die Möglichkeit gab, Alex Baier und Lukas Kirchgässner auf der Mitte häufig einzusetzen, die die sich bietenden Chance konsequent verwandelten (8:3). Auch Block und Abwehr wurden wieder stärker und die Eisvögel präsentierten sich erstmals in dieser Saison einen vollständigen Satz lang als Team aus einem Guss. Als der Vorsprung immer beruhigender wurde (11:18), ließ das Team nicht die Zügel schleifen, sondern zog das Tempo nochmals an und erkämpfte sich den Entscheidungssatz (25:16).

Mit einigem Selbstvertrauen und unbedingten Siegeswillen brachte die Eisvögel auch ein anfänglicher 4:6-Rückstand nicht aus der Ruhe. Der Block packte ein ums andere Mal zu und nach mehreren Highlight-Abwehraktionen von Libero Ludwig Kästel in einem 30-Sekunden-Marathonballwechsel bei 12:11, gelang Nicolas Schmidt mit einem cleveren Lob das vorentscheidende 13:11. Die Eisvögel ließen nur noch einen Punkt der Konstanzer zu und sicherten sich mit 15:12 einen ganz wichtigen Auswärtssieg.

Nächstes Heimspiel in Kleinsteinbach am 14. November

Nach drei Spielen mit fünf Sätzen und mehr als zwei Stunden, können die Eisvögel jetzt ein Wochenende die Anstrengung aus den Knochen schütteln, bevor in der Hagwaldhalle am 14. November um 15 Uhr das Heimspiel gegen die TG Schwenningen ansteht. Vergangene Spiele waren stets heiß umkämpft und die VSG H1 will jetzt endlich auch den ersten Heimsieg einfahren!

(AJ)