Immerhin wieder einen Pünktchen mehr auf der Habenseite. Und das bei den bis dahin ungeschlagenen Sinsheimern. Könnte daher eigentlich ganz ansehnlich sein, die 2:3 Niederlage am Sonntag. Doch es hätte mal wieder mehr sein können. Hätte die VSG im zweiten Satz und dritten Satz nicht mal wieder abgeschalten, wie in nahezu allen Spielen bisher….

Der erste Satz plätscherte so vor sich hin bis Simon Schuster beim 13:13 zum Aufschlag ging und erst beim 23:13 wieder aufhörte. Der Rest war Formsache. In Satz zwei begann die gleiche 6 wie Satz 1 (Bloße, Schuster, Morlock, Zindler, Vortisch, Kirchgäßner und Libero Pflüger), aber der übliche Schlendrian war wieder da. Ober-Eisvogel Chtouki brachte für ein Kurz-Comeback Zuspieler Burkard, dem man aber das halbe Jahr Sportpause deutlich anmerkte. Es wurde zwar nochmal knapp, aber für mehr als 23 Punkte reichte es nicht. In Satz 3 wurde dann rotiert: Benzenhöfer kam für Schuster, Burkard blieb im Zuspiel und Klasen kam für Morlock auf Außen. Trotzdem war immer noch der Wurm drin. Die Sinseimer, bei denen der Regionalliga-erfahrene Spielertrainer Richter eine echte Einheit geformt hat, überzeugten durch Kampf und Siegeswillen, den die VSG deutlich vermissen ließ und entschieden Satz 3 daher hochverdient für sich.

In Satz 4 wieder alles auf Anfang. Mit Simon Schuster im Aufschlag ging’s los. Und wieder hatte er keine Lust aufs eigene Side-Out und erst beim Stande von 8:0 brachte Sinsheim ihre eigene Annahme durch. Die VSG spielte konstant weiter und als beim 17:8 der Sinsheimer Spielertrainer fast seine komplette 6 ausgetauscht hatte war auch den zahlreichen und sehr lautstarkem Publikum klar, dass dieses Spiel in den Tie-Break geht.

Der hat dann bekanntlich seine eigenen Gesetze. Über 0:4 kämpfte sich die VSG zum 10:10 und auf beiden Seiten konnten spektakuläre Ballwechsel gefeiert werden. Am Ende war es vielleicht das Quäntchen Glück, vielleicht das tolle Publikum oder vielleicht einfach die Schwachen Nerven der VSG-H1, die Sinsheim mit 15:12 den 5. Satz bescherten.

Fazit: Wieder nur ein Punkt, der aber am Ende noch wichtig sein kann. Nächste Woche geht’s in Minimal-Besetzung (Simon Schuster, Nils Klasen sind verhindert und Benjamin Burkard wartet doch lieber nochmal auf eine Arzt-Diagnose diesmal…), wo gegen das aktuelle Tabellenschlusslicht die ersten 3 Punkte eingefahren werden sollen.

#Eisvögel-FIGHT

Wissenswertes, Teil II: Der Eisvogel besiedelt weite Teile Europas, Asiens sowie das westliche Nordafrika und lebt an mäßig schnell fließenden oder stehenden, klaren Gewässern mit Kleinfischbestand und Sitzwarten. (https://de.wikipedia.org/wiki/Eisvogel)

(BB)